Verrücktes Blut
geschrieben von Nurkan Erpulat & Jens Hillje

Aufgeführt von der 12. Klasse der
Rudolf-Steiner-Schule München Schwabing
unter der Regie von Bodo Bühling und Peter Papakostidis


15.02 bis 21.02 jeweils um 20:00 Uhr auf der Bühne des Leo17

“Ey, Haasaaaaan! Worum geht’s hier eigentlich? Sag mal was! Oder hast du wieder keinen Plan, du kleiner Spast? Du weißt doch nichmal wie man ne Story richtig erzählt! Pass ma auf:
Sagen wir du hast hier eine komplett gestörte Klasse vor dir. Wenn noch irgendjemand an die Schüler glaubt, ist das scheißegal, denn sie geben kein Fick was die Anderen denken. Sie wissen, sie ham verkackt in ihrem Leben. Weil sie nicht in der Innenstadt im Altbau aufgewachsen sind, sondern im Plattenbau draußen vor der Stadt. Und ihre Eltern haben weder studiert noch Ausbildung, warum sollten die sich um Bildung scheren? Warum gehen diese Kids zur Schule? Und warum sollten sie die Schlampe von Kartoffel-Lehrerin respektieren, wenn die sich anzieht wie Nutte? Und Hasan, noch dabei?”

Was aber würde passieren, wenn man die Jugendlichen in eine Situation brächte, in welcher sie nicht anders könnten, als sich sowohl dem humanistischen Schulsystem der Bundesrepublik, als auch der ganzen deutschen Kultur von mehreren hundert Jahren zu unterwerfen? Das fragt sich Sonia Kelich, die genau mit solch einem Schlag von Heranwachsenden zu tun hat. Sie ist Lehrerin an der Blabla von billeballe Schule und trotz ihrer kurzen Karriere kurz vor dem Burnout.

Aufgrund eines dramatischen Versehens findet sie genau das während einer Theaterprobe mit ihrer Klasse heraus...

(Im Verlauf des Stücks wird immer mehr auf die Frage eingegangen, inwiefern man Menschen mit Gewalt zu Freiheit und Selbstbestimmtheit erziehen kann…)